Ein Sommergewitter im Rottal, das Fallrohr rauscht – und die Gemeinde hat beim Neubau vorgegeben: Das Regenwasser bleibt auf dem Grundstück. Immer mehr Bauherren im Landkreis Passau stehen vor genau dieser Aufgabe. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Kies ist eine Versickerungsanlage kein Hexenwerk.
Warum Regenwasser vor Ort versickern?
Versickerung entlastet die Kanalisation bei Starkregen, füllt das Grundwasser auf und spart oft bares Geld: Viele Gemeinden berechnen die Niederschlagswassergebühr nach versiegelter Fläche – wer sein Dachwasser versickert, zahlt dafür häufig weniger. Ob und welche Vorgaben bei dir gelten, erfährst du bei deiner Gemeinde; in Bayern ist das Versickern von Dachwasser unter bestimmten Voraussetzungen sogar ohne eigene Erlaubnis möglich.
Rigole, Sickerschacht oder Mulde – was ist was?
Die Mulde ist die einfachste Form: eine flache, begrünte Senke, in der sich Wasser sammelt und langsam versickert. Die Rigole ist ein mit Kies gefüllter Graben unter der Erde – unsichtbar, platzsparend und ideal, wenn oben Rasen oder Beet bleiben sollen. Der Sickerschacht arbeitet in die Tiefe: ein Schacht mit durchlässiger Sohle und Kiesummantelung. Welche Lösung passt, hängt von Platz, Boden und Dachfläche ab.
Welcher Kies eignet sich zum Versickern?
Das Herzstück jeder Rigole ist der Speicherkörper – und hier zählt nur eines: Hohlraum. Gewaschene Gesteinskörnung 16/32 mm ist dafür ideal. Zwischen den gleichmäßig großen, sauberen Körnern bleibt rund ein Drittel des Volumens frei – ein Kubikmeter Kies speichert also grob 300 Liter Wasser zwischen, bevor er es an den Untergrund abgibt. Genauso wichtig: Der Kies muss gewaschen sein. Feinanteile aus ungewaschenem Material würden die Hohlräume mit der Zeit zusetzen – die Anlage verliert dann Jahr für Jahr an Leistung. Damit auch von außen kein Erdreich einspült, wird der Kieskörper komplett mit einem Filtervlies ummantelt.
Das solltest du bei der Planung beachten
Drei Punkte vorab klären: Erstens genügend Abstand zum Gebäude einplanen, damit kein Wasser Richtung Keller drückt. Zweitens prüfen, ob dein Boden überhaupt versickerungsfähig ist – bei schwerem Lehm hilft auch die beste Rigole wenig. Drittens die Größe an der angeschlossenen Dachfläche ausrichten; bei größeren Anlagen lohnt der Blick vom Planer. Den Aushub und die Lieferung des Sickerkieses übernehmen wir auf Wunsch komplett – von Ortenburg aus in die ganze Region.
Fazit: Sauberer Kies, saubere Lösung
Eine Rigole aus gewaschenem Kies 16/32 ist eine einfache, langlebige Antwort auf Starkregen und Gebühren – vorausgesetzt, Material und Einbau stimmen. Beides bekommst du bei uns aus einer Hand.
Welche Körnung eignet sich als Sickerkies?
Gewaschene Gesteinskörnung 16/32 mm ist der Standard: große, gleichmäßige Körner, viel Hohlraum, keine Feinanteile.
Warum muss der Kies gewaschen sein?
Ungewaschenes Material enthält feine Sand- und Schluffanteile. Die spülen sich in die Hohlräume und setzen die Anlage nach und nach zu. Gewaschener Kies hält seine Speicherwirkung dauerhaft.
Wie viel Wasser speichert eine Kiesrigole?
Als Faustwert rund ein Drittel ihres Volumens – ein Kubikmeter Kies 16/32 also etwa 300 Liter. Die nötige Größe hängt von Dachfläche und Bodendurchlässigkeit ab.
Ist das Versickern von Regenwasser genehmigungspflichtig?
In Bayern ist die Versickerung von gering verschmutztem Niederschlagswasser (z. B. Dachwasser) unter bestimmten Voraussetzungen erlaubnisfrei. Frag zur Sicherheit bei deiner Gemeinde oder dem Landratsamt nach – dort erfährst du auch, was für dein Grundstück gilt.
Hebt ihr die Rigole auch aus?
Ja. Mit unserem Erdbau-Team übernehmen wir Aushub, Vlies, Kieslieferung und Einbau komplett – oder wir liefern dir nur das Material, wenn du selbst baust.
Du planst eine Versickerungsanlage? Wir beraten dich gern zu Material und Einbau: 📞 08542-96040 · ✉️ info@kwr-alex.de

