Dein Grundstück fällt ab und für Terrasse oder Stellplatz fehlt die ebene Fläche? Im Raum Passau und im Bayerischen Wald ist das keine Seltenheit. Eine Natursteinmauer macht aus dem Hang nutzbare Fläche – und sieht dabei aus, als wäre sie schon immer da gewesen. Ob sie Jahrzehnte hält, entscheidet sich aber an Stellen, die du später nicht mehr siehst.
Wann lohnt sich eine Natursteinmauer statt einer Böschung?
Eine Böschung braucht viel Platz: Je flacher sie sein muss, desto mehr Grundstück verschenkst du. Eine Stützmauer fängt denselben Höhenunterschied auf kleiner Fläche ab. Gegenüber Beton-L-Steinen punktet Naturstein mit seiner Optik und braucht kaum Pflege. Bei befahrbaren Flächen oder sehr wenig Platz sind L-Steine oft die bessere Wahl.
Wie ist eine Trockenmauer aus Granit aufgebaut?
Unsere Rauscheröder Mauer bauen wir seit über 20 Jahren als Trockenmauer – also ohne Beton und ohne Mörtel. Sie hält durch ihr Eigengewicht und sauber ineinandergreifende Steine.
Das Fundament: Frostschutzkoffer und eine Drainage
Unter jeder Mauer liegt ein Koffer aus Granit-Frostschutz 0/32 oder 0/56, lagenweise verdichtet. Darin verlegen wir immer ein Drainagerohr – auch ohne sichtbares Wasser. Bevor der erste Stein gesetzt wird, prüfen wir die Tragfähigkeit mit einem Lastplattenversuch.
Der Mauerkörper: Steine und Splitt als Einheit
Vorne sitzen die großen Sichtsteine, dahinter kleinere Hintermauerungssteine. Die Zwischenräume füllen wir mit Granitsplitt 22/32. Alles wächst Schicht für Schicht nach oben und lehnt sich mit 10 bis 15 % Neigung gegen den Hang. Der Splitt leitet Sickerwasser nach unten in die Drainage, damit sich hinter der Mauer kein Wasserdruck aufbaut.
Warum ist jede Natursteinmauer ein Einzelstück?
Unsere Mauersteine werden im Steinbruch durch Sprengung gewonnen. Kein Stein gleicht dem anderen – jeder hat seine eigene Form, Farbe und Maserung. Deshalb ist auch jede Rauscheröder Mauer ein Unikat.
Und jede trägt die Handschrift der Männer, die sie gebaut haben. Unsere Mitarbeiter bearbeiten die Steine nicht, sondern suchen für jede Stelle den passenden aus, setzen ihn, prüfen, drehen nach – Stein für Stein, mit bewundernswerter Geduld und viel Feingefühl. Darauf sind wir stolz, und dafür sind wir unserem Team von Herzen dankbar. Wenn du vor einer fertigen Mauer stehst, siehst du genau das.
Wie dick muss eine Natursteinmauer sein?
Eine Trockenmauer stemmt sich allein mit ihrem Gewicht gegen den Hang. Deshalb gilt: Je höher die Mauer, desto dicker muss sie am Fuß sein. Wir passen die Mauerdicke bei jedem Projekt an die Höhe, den Boden und die Hangneigung an. So hat jede Mauer genau das Gewicht, das sie für ihren Standort braucht.
Wann braucht es einen Statiker oder eine Genehmigung?
Bis 1,80 m sichtbare Höhe bauen wir nach unserer bewährten Bauweise. Ist die Mauer höher, werden mehrere Mauern übereinander gestaffelt oder ist oberhalb ein Pool, Carport, eine Zufahrt oder Straße geplant, rechnet vor Baubeginn ein Statiker nach.
Zur Genehmigung: In Bayern sind Stützmauern bis 2 m Höhe grundsätzlich verfahrensfrei – außer im Außenbereich. Bebauungsplan und Nachbarrecht gelten trotzdem – frag deshalb vorab bei deiner Gemeinde nach.
Wie bleibt die Mauer lange stabil?
Pflanz direkt an der Mauer keine Bäume oder großen Sträucher, deren Wurzeln Steine lockern – Stauden sind kein Problem. Füll das Gelände oberhalb nicht nachträglich auf, und prüf vor jedem Winter, ob der Auslauf der Drainage frei ist.
Fazit: Gute Mauern sieht man – gute Fundamente nicht
Fundament, Drainage, Mauerdicke und Handwerk entscheiden, wie lange eine Natursteinmauer hält. Eine unserer abgestuften Mauern hat 2016 kurz nach dem Bau sogar die Ortenburger Jahrhundertflut unbeschadet überstanden. Rauscheröder Mauern bauen wir im Umkreis von rund 40 km um Ortenburg – im ganzen Landkreis Passau, bis Vilshofen und ins Rottal.
Häufige Fragen zur Natursteinmauer
Braucht eine Trockenmauer ein Betonfundament?
Nein. Eine Trockenmauer braucht aber einen tragfähigen, frostsicheren Unterbau. Wir bauen dafür unter jeder Mauer mindestens 50 cm Granit-Frostschutz mit Drainagerohr ein und prüfen die Tragfähigkeit vor dem Mauerbau.
Wie hoch darf eine Natursteinmauer ohne Statiker sein?
Bei normalen Hanglagen bauen wir bis 1,80 m sichtbare Höhe nach unserer bewährten Bauweise. Darüber – oder wenn oberhalb gefahren, geparkt oder gebaut wird – holen wir vor Baubeginn einen Statiker dazu.
Brauche ich für eine Stützmauer eine Baugenehmigung?
In Bayern sind Stützmauern bis 2 m Höhe grundsätzlich verfahrensfrei, außer im Außenbereich. Bebauungsplan und Nachbarrecht gelten trotzdem. Kläre dein Vorhaben am besten vorab mit deiner Gemeinde.
Warum sind die Fugen unterschiedlich breit?
Naturstein hat keine Normmaße. Größere Fugen werden beim Bau mit kleinen Steinen fest verkeilt – Fachleute sagen „verzwickelt“. Das ist kein Mangel, sondern gibt der Mauer Halt und ihren typischen Charakter.
Kann ich die Natursteinmauer bepflanzen?
Ja, mit Stauden, Polsterpflanzen und Bodendeckern. Tiefwurzelnde Bäume und große Sträucher gehören nicht direkt an die Mauer, weil ihre Wurzeln die Steine aus dem Verband drücken können.
Du willst deinen Hang nutzbar machen?
Wir schauen uns dein Grundstück vor Ort an und sagen dir ehrlich, welche Bauweise passt – Natursteinmauer, L-Steine oder Systemsteine.

