Bauschuttrecycling im Kieswerk: Warum wir Abbruchmaterial lieber wiederverwerten als entsorgen
Wenn auf einer Baustelle im Raum Passau alte Fundamente, Betonplatten oder Mauerwerk abgebrochen werden, stellt sich immer dieselbe Frage: Wohin damit? Die ehrliche Antwort war bisher oft: auf die Deponie. Dabei steckt in Bauschutt ein Rohstoff, der viel zu wertvoll zum Wegwerfen ist. Genau deshalb planen wir im Kieswerk Rauscheröd eine stationäre Bauschuttrecyclinganlage – und möchten dir hier erklären, warum.
Recycling können wir schon – warum jetzt auch im Kieswerk?
Bauschuttrecycling ist für uns kein Neuland. Unser mobiler Backenbrecher ist seit längerem auf Baustellen in Niederbayern im Einsatz und produziert dort hochwertiges Recyclingmaterial. Die Qualität stimmt, die Technik ist erprobt, und viele Kunden im Raum Passau kennen das bereits.
Aber auf der Baustelle stößt man irgendwann an Grenzen: Platz für saubere Materialtrennung ist knapp, die Lagerflächen sind begrenzt, und jeder Einsatz muss eigens organisiert werden. Die Qualitätssicherung, die die seit August 2023 geltende Ersatzbaustoffverordnung verlangt – regelmäßige Prüfungen, lückenlose Dokumentation, unabhängige Fremdüberwachung – lässt sich unter Baustellenbedingungen zwar umsetzen, aber mit deutlich höherem Aufwand.
Deshalb haben wir die Genehmigung beantragt, die Aufbereitung auch auf unserem Betriebsgelände in Ortenburg durchzuführen.
Was bringt der Standort im Kieswerk?
Im Kieswerk Rauscheröd ist die Infrastruktur schon da: Waage, Lagerflächen, Zufahrt, Büro, geschultes Personal. Das alles muss nicht extra aufgebaut oder angemietet werden. Wir nutzen, was ohnehin vorhanden ist – und genau das macht den Unterschied.
Auf der Baustelle verursacht jeder Einsatz Anfahrts-, Aufbau- und Rüstkosten, die am Ende im Preis stecken. Im Kieswerk entfallen diese Posten. Dazu kommt: Wir können Material verschiedener Baustellen zusammenführen, effizienter aufbereiten und in gleichbleibend hoher Qualität lagern. Das senkt die Kosten pro Tonne – und diesen Vorteil geben wir an dich weiter.
Für dich als Bauherr oder Unternehmer in der Region heißt das konkret: Du kannst deinen Bauschutt bei uns abgeben und bekommst auf Wunsch direkt wieder geprüftes Material für dein nächstes Projekt – günstiger als bei reinem Baustellenrecycling und mit derselben zertifizierten Qualität.
Was ist mit Lärm und Staub?
Das ist die Frage, die zu Recht gestellt wird. Unser Kieswerk liegt in einer natürlichen Kessellage, die Lärm und Staub wirkungsvoll abschirmt. Die nächste Wohnbebauung ist über 300 Meter entfernt. Ein unabhängiges Lärmschutzgutachten bestätigt, dass die gesetzlichen Richtwerte deutlich unterschritten werden.
Zusätzlich setzen wir auf bewährte Maßnahmen wie die Befeuchtung von Fahrwegen und Material, reduzierte Abwurfhöhen und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf dem Gelände. Betrieben wird die Anlage ausschließlich werktags tagsüber – kein Nachtbetrieb, kein Betrieb an Sonn- und Feiertagen.
Und ein Punkt, der oft übersehen wird: Durch die Recyclinganlage erwarten wir kein erhöhtes LKW-Aufkommen. Denn die Recyclingbaustoffe sollen anteilig Primärrohstoffe ersetzen und damit die natürlichen Ressourcen schonen. Ein LKW, der zertifiziertes Recyclingmaterial abholt, ist ein LKW weniger, der Sand oder Kies aus dem Abbau transportieren muss. Unter dem Strich verschiebt sich der Materialstrom – er wächst nicht.
Wer kontrolliert die Qualität?
Die Ersatzbaustoffverordnung schreibt ein dreistufiges Qualitätssicherungssystem vor: Eignungsnachweis, werkseigene Produktionskontrolle und regelmäßige Fremdüberwachung durch unabhängige Stellen. Wir sind Mitglied im Baustoff Recycling Bayern e.V. und lassen unsere Recyclingbaustoffe über den BAYBÜV e.V. zertifizieren. In den Kreislauf kommt nur, was geprüft ist.
Was bedeutet das für die Region?
Wir sind seit Jahrzehnten in Ortenburg verwurzelt. 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien leben hier. Die Recyclinganlage ist für uns kein Fremdkörper, sondern eine logische Ergänzung zu dem, was wir seit jeher tun: Baustoffe gewinnen, Baustellen abwickeln, Materialkreisläufe schließen. Dass Kieswerke laut den bayerischen Fachministerien als besonders geeignete Standorte für Bauschuttrecycling gelten, bestätigt diesen Weg.
Häufige Fragen zur geplanten Bauschuttrecyclinganlage
Welche Materialien werden angenommen? Angenommen werden mineralische Abbruchmaterialien wie Beton, Ziegel und gemischter Bauschutt. Gefährliche Abfälle wie Asbest oder schadstoffbelastetes Material sind ausgeschlossen.
Ist Recyclingmaterial vom Kieswerk günstiger als vom Baustelleneinsatz? In der Regel ja. Durch die vorhandene Infrastruktur im Kieswerk entfallen Aufwendungen, die beim mobilen Einsatz anfallen. Das wirkt sich direkt auf den Preis aus.
Können auch Privatleute Bauschutt anliefern? Ja, nach Absprache ist auch die Anlieferung kleinerer Mengen möglich. Ruf uns einfach vorher an, damit wir alles klären können.
Entstehen zusätzliche LKW-Fahrten durch die Ortschaften? Wir erwarten kein wesentlich erhöhtes Verkehrsaufkommen, weil Recyclingbaustoffe anteilig Primärmaterial ersetzen – es kommen also nicht einfach Fahrten dazu, sondern bestehende verschieben sich. Die Zufahrt erfolgt über die vorhandene Betriebszufahrt.
Was passiert mit nicht recycelbaren Resten? Störstoffe wie Metalle oder Kunststoffe werden sauber getrennt und einer fachgerechten Entsorgung oder Verwertung zugeführt.
Du hast Fragen zu unserem Bauschuttrecycling?
Ob du Abbruchmaterial anliefern möchtest, Recyclingbaustoffe brauchst oder einfach mehr erfahren willst – wir sind für dich da.
📞 08542-96040 ✉️ info@kwr-alex.de
Kieswerk Rauscheröd – Sand- und Kieswerk Rauscheröd Ulrich Alex GmbH, Rauscheröd 4, 94496 Ortenburg
Stand April 2026 von Michael Dannecker



